Nicht durchdacht
Es ist begrüßenswert, dass endlich die Notwendigkeit zum Ausbau des Zivil- und Katastrophenschutzes auf politischer Ebene erkannt wurde. Meiner Meinung nach ist es aber nicht komplett durchgedacht. Anschaffung von Geräten allein reicht nicht, diese müssen auch bedient und gewartet werden. Wer soll das übernehmen? Sowohl der Katastrophenschutz als auch der Zivilschutz ist größtenteils auf die Mithilfe von Ehrenamtlichen angewiesen und bedarf einer flächendeckenden und intensiven Schulung Zwar ist es so, dass das BBK die Schulungsunterlagen kostenlos zur Verfügung stellt, aber es gibt für die Ehrenamtler
der anerkannten Hilfsorganisationen (JUH, BRK, Malteser, ASB,
DLRG…) keine Helfergleichstellung für Übungen und Schulungen. Auch ist nicht bekannt, wie viele Ehrenamtliche überhaupt im Krisenfall zur Verfugung stehen: Viele arbeiten in der kritischen Infrastruktur und werden da dann eingesetzt Oder sind in mehreren Organisationen tätig.
Hier gibt es noch einiges zu tun, Herr Dobrindt.
Dr. Gabriela Berg, Reischach